Veränderungen des Klimas machen auch in Delbrück weitergehende Maßnahmen notwendig

Ratsfraktionen sprechen sich für mehr Klimaschutz aus

19.12.2019
Anita Papenheinrich, Sven Büdeker, Brigitte Michalis, Mike Süggeler, Reinhold Hansmeier und Marion Lange.
Anita Papenheinrich, Sven Büdeker, Brigitte Michalis, Mike Süggeler, Reinhold Hansmeier und Marion Lange.

 Heftige Starkregen oder lange Trockenperioden haben in den letzten Jahren viele Menschen für Veränderungen beim Klima sensibilisiert. Auch in Delbrück mussten in der Folge bereits Fichtenbestände, die durch den Borkenkäfer befallen waren, gefällt werden. Den Klimaschutz werden nun die Fraktionen im Delbrücker Rat vorantreiben. Mit der Einführung eines Klimabudgets und einer Klimakommission bekennen sich die Fraktionen von CDU, Bündnis 90 / Die Grünen, PiD und SPD zu den Klimaschutzzielen von Paris und damit zum Ziel, den Anstieg der Klimaerwärmung möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

Heftige Starkregen oder lange Trockenperioden haben in den letzten Jahren viele Menschen für Veränderungen beim Klima sensibilisiert. Auch in Delbrück mussten in der Folge bereits Fichtenbestände, die durch den Borkenkäfer befallen waren, gefällt werden. Den Klimaschutz werden nun die Fraktionen im Delbrücker Rat vorantreiben. Mit der Einführung eines Klimabudgets und einer Klimakommission bekennen sich die Fraktionen von CDU, Bündnis 90 / Die Grünen, PiD und SPD zu den Klimaschutzzielen von Paris und damit zum Ziel, den Anstieg der Klimaerwärmung möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

 

In dem fraktionsübergreifend gestellten Antrag wird außerdem das Ziel formuliert, dass die Verwaltung, die städtischen Eigenbetriebe sowie Gesellschaften, an denen die Stadt mehrheitlich beteiligt ist, bis zum Jahr 2035 weitestgehend CO²-neutral werden sollen. „Die Stadt Delbrück wird dieses Ziel ab sofort im Auge behalten und politische Entscheidungen, die direkten Einfluss auf den Ausstoß von Treibhausgasen haben, sollen Aspekte der Klimaneutralität berücksichtigen“, so Reinhold Hansmeier (CDU). Besondere Priorität haben dabei der Bau und Betrieb von Photovoltaikanlagen, die Steigerung der Effizienz bei Wärmeerzeugungsanlagen sowie die Verbesserung der klimafreundlichen Mobilität.

 

Mit der Einrichtung eines Klimabudgets von 66.000 Euro (Zwei Euro je Einwohner) werden verschiedene Maßnahmen rund um Klima- und Umweltschutz mitfinanziert. Eine Klimakommission aus sachkundigen und beratenden Personen aus den unterschiedlichsten Lebens- und Gesellschaftsbereichen erarbeitet gemeinsam mit der Klimaschutzmanagerin der Stadt, Heike Paesel verschiedene Maßnahmen. Diese werden sich auf die Bereiche umweltfreundliche Mobilität, umweltgerechtes Bauen und CO²-Minderungsmaßnahmen. „Eines der mittelbaren Ziele ist, den Dialog zwischen Bürgern, Politik und Verwaltung vor dem Hintergrund einer klima- und umweltfreundlicheren Stadt zu intensivieren“, steht auch Brigitte Michaelis (PiD) hinter dem Klimabudget.

 

Unter den Bereich umweltfreundliche Mobilität könnten beispielsweise eine Verbesserung der Radverkehrsplanung mit der Schaffung von Fahrradstraßen oder einem Fahrradring rund um die Delbrücker Innenstadt stattfinden, so ließe sich die Verkehrsführung für Fahrräder optimieren. Aber auch Aktions- und Informationsveranstaltungen sind genauso denkbar, wie die Errichtung von Ladestationen für E-Autos in Neubaugebieten und in jedem Ortsteil. Im Bereich Bauen könnten Prämien für den Austausch von Elektrogeräten oder Umwälzpumpen eingerichtet werden, Gebäudedämmungen könnten genauso wie die Entwicklung von Quartierskonzepten gefördert werden. Mit Blick auf eine Co²-Bilanz kann der Mehrweg-Ansatz in Schulen oder Kindergärten unterstützt oder Energieverbräuche visualisiert werden. „Das Budget soll insbesondere für Klimaschutzmaßnahmen eingesetzt werden, die über den allgemein erforderlichen Standard hinausreichen, eine besondere Vorbildfunktion besitzen oder merkliche Reduktionsquoten beim Energieverbrauch der Stadt aufweisen“, so Mike Süggeler, der als sachkundiger Bürger den Antrag unterschrieben hat.

 

„Ehrenamtliches Engagement soll mit einem Nachhaltigkeitspreis gewürdigt werden. Dieser soll auf verschiedene, vorbildliche Maßnahmen aufmerksam machen und so zur Nachahmung anregen“, sind sich Marion Lange (Bündnis 90 / Grüne) und Sven Büddeker (SPD) einig.