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28.10.2018, 09:53 Uhr
Lange erwarteter Lückenschluss zwischen Steinhorst und Kaunitz

 „Das Radwegenetz im Kreis Paderborn ist gut ausgebaut. Dies gilt auch für den Kreis Gütersloh. Doch will man über die Kreisgrenze hinwegradeln, findet man kaum eine geeignete Radwegeverbindung“, hat der Vorsitzende der CDU-Ortsunion Steinhorst, Meinolf Sandbothe schon vor Jahren festgestellt. Im Jahr 2015 stellte er daher den Antrag, eine 2.050 Meter lange Lücke zwischen Steinhorst und Kaunitz entlang der Kaunitzer Straße zu schließen.

v.l.:Anja Liedmeier, Hanna und Max Liedmeier, der Vorsitzende der Ortsunion Steinhorst, Meinolf Sandbothe, Andreas Liedmeier und Martin Hachmann

2013 wurde auf Steinhorster Gemeindegebiet ein Radweg bis zur Kreuzung der Kaunitzer Straße mit der Weststraße eröffnet. Auf Kaunitzer Gebiet wurde bereits 2004 bis an die Kreisgrenze heran ein Radweg gebaut. Nur den Lückenschluss wollte bislang niemand so richtig angehen. Kein Wunder, ist die Topografie mit Höhenunterschieden schwierig und mit der Ems, dem Furlbach und einige Entwässerungsgräben müssen einige Gewässer überbrückt werden. 2015 stellte Meinolf Sandbothe den Antrag, das fehlende Stück auf die Prioritätenliste „Radwege entlang von Landesstraßen“ zu setzen. Nachdem sich zunächst nichts tat und sich herausstellte, dass der Antrag beim Straßenbaulastträger, Straßen.NRW, liegen geblieben war, ging es nun schnell.

 

„Klar war, dass dies nicht ganz billig werden würde, aber bei den zunächst geschätzten Kosten, habe ich doch gestaunt“, so Meinolf Sandbothe. Nach ursprünglichen Plänen sollte der Radweg im Abstand von 1,75 Meter weitestgehend auf das Niveau der Kaunitzer Straße angehoben werden. Hierzu wären umfangreiche Erdarbeiten notwendig gewesen und wohl auch etliche Meter Straßenbegleitgrün hätten beseitigt werden müssen. Wieder vermittelte CDU-Ratsmitglied Meinolf Sandbothe. Nun gibt es einen tragfähigen Kompromiss, der von Verwaltung und Anwohnern mitgetragen wird und im politischen Raum beschlossen wurde. Wo ein vorhandener, in öffentlichem Besitz befindlicher, Randstreifen die Radwegeführung parallel zur Kaunitzer Straße erlaubt, wird dieser genutzt. Auf eine vollständige Anhebung bis auf das Niveau der Landstraße wird verzichtet. An einigen Stellen wird der Radweg von vorhandenen Straßenbäumen von der L 751 getrennt geführt. „Die drei Grundstückseigentümer zwischen Weststraße und Steinbrede sind darüber informiert und grundsätzlich einverstanden “, so Meinolf Sandbothe bei einem Ortstermin mit Anwohnern. Baulich sehr schwierig wird das Stück zwischen Furlbach und Kreisgrenze, wo es gilt enorme Höhenunterschiede zu überwinden.

 

Beim Bau von Brückenbauwerken geht Straßen.NRW von etwa 250.000 Euro Baukosten aus. Weitere 400.000 Euro stellt Straßen.NRW für den Radwegebau bereit. Die Stadt Delbrück hat für das nächste Jahr weitere 475.000 Euro in den Etat eingestellt. Darin sind auch die Planungskosten enthalten.

 

Die Anwohner der Landstraße freuen sich auf den neuen Radweg, können sie doch dann gefahrlos entlang der Kaunitzer Straße radeln. „Auch aus touristischer Sicht ist der Lückenschluss für Radwandertouren sicher attraktiv“, freut sich Meinolf Sandbothe, dass der Bürgerradweg nun realisiert wird und die Stadt Delbrück insgesamt davon profitieren wird.